SuSE 9.0 Web-Edition
So nutzen Sie die SuSE Linux 9.0 Web-Edition auf CD
All-in-One-Paket
Mit der SuSE Linux Web Edition auf der Heft-CD steht Ihnen ein Komplettpaket für den schnellen Einstieg zur Verfügung. Damit setzen Sie mit wenigen Handgriffen einen Internet-Server auf.
Von Konstantin Pfliegl
Geht es um Webserver, so gibt es einen Begriff, um den man nicht herumkommt: Lamp. Das Akronym für ein Webserver-System, welches sich aus den Anfangsbuchstaben der Komponenten Linux, Apache, MySQL sowie PHP zusammensetzt, steht für ein überaus erfolgreiches Software-Gespann, das auch im proffesionellen Umfeld eigensetzt wird. Lamp-Systeme sind nicht nur leistungsstark und flexibel zu nutzen, sondern auch frei von Lizenzkosten, da sämtliche Software-Komponenten als Open Source zur Verfügung stehen.
Damit auch Sie mit Ihrem eigenen Webserver schnell loslegen können, finden Sie auf der Heft-CD die SuSE Linux 9.0 Web-Edition. Die Linux-Distribution liefert Ihnen alles mit, was Sie für einen eigenen leistungsfähigen Webserver benötigen. So können Sie mit der Web-Edition in kürzester Zeit Ihr eigenes Entwicklungssystem aufbauen, um beispielsweise Ihre Webseiten local ausgiebig zu testen.
So legen Sie los
Die Heft-CD ist bootfähig, so dass Sie diese nur ins Laufwerk legen und den Rechner neu starten müssen –das grafische Installationsprogramm lädt sich daraufhin automatisch. Die Einrichtung des Systems ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Die meisten Installationsschriftte sind selbsterklärend, eine kurze Anleitung mit den wichtigsten Einstellungen finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Es empfiehlt sich, den Webserver aufeinem dedizierten Rechner laufen zu lassen, also als alleiniges Betriebssystem. Selbstverständlich können Sie die SuSE Linux Web-Edition prinzipiell auch parallel zu einem bestehenden Windows-System einsetzen.
Ist die Installation abgeschlossen, können Sie von Ihrem Linux-System booten. Nach dem Einloggen mit Benutzernamen und Passwort steht Ihnen der grafische Desktop KDE zur Verfügung.
Der Webserver Apache
Nachdem Sie die Web-Edition auf Ihrem System installiert haben, ist diese bereits so weit vorkonfiguriert, dass Sie gleich loslegen können. Ein paar Einstellungen sind jedoch notwendig.
Deshalb starten Sie zuerst den Webserver Apache –die Grundlage des Web-Auftritts. Hierzu geben Sie in der Komandozeile folgenden Befehl ein :
rcapache2 start
Darauf wird der Webserver Apache 2 gestartet. Wenn alles korrekt läuft , bekommen Sie die Röckmeldung »Starting httpd2 (prefork) done«. Zudem stehen Ihnen die Parameter stop zum Beenden, reload zum erneireyem Einlesen der Konfiguration, restart für einen kompletten Neustart sowie status für Informationen zum Betriebzustand zur Verfügung. Wenn Sie nun im Webbrowser die Adresse http://localhost eingeben, meldet sich der Apache-Webserver. Unter http://localhost/manual finden Sie zudem eine ausführliche Dokumentation zum Apache-Server. Beim Websever der SuSE Linux Web-Edition steht der in KDE enthaltene Webbrowser Konqueror bereit, den Sie über das Komando konqueror starten.
Für die Konfiguration des Webservers stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder Sie konfigurieren Apache über SuSEconfig, oder Sie editieren direkt die Zentrale Konfigurationsdatei httpd.conf unter /etc/apache2. Es empfiehlt sich jedoch die Nutzung von SuSEconfig, was die wichtigsen Konfigurationsmöglcihkeiten abdeckt. Die entsprechende Konfigurationsdatei apache2 finden Sie unter /etc/sysconfig. Die Einstellungen, die Sie in dieser Datei vornehmen, warden automatisch in die apache2-Konfigurationsdatei eingepflegt. Mit Hilfe der Variablen APACHE_CONF_INCLUDE_FILES können Sie auch eine eigene Konfigurationsdatei anlagen, die dann in die Hauptkonfigurationsdatei eingelesen wird.
Wenn Sie Änderungen vornehmen möchten, die nicht über SuSEconfig möglich sind, müssen Sie direkt die zentrale Konfigurationsdatei des Webservers konfigurieren. Die Datei httpd.conf finden Sie unter /etc/apache2.
Eigene Webseiten
Um nun eigene Webseiten von Apache anzeigen zi lassen, brauchen Sie diese nur noch in das entsprechende Verzeichnis Ihre Webservers zu kopieren. In der SuSE Linux Web-Edition legen Sie sämtliche Webseiten im Verzeichnis /srv/www/htdocs ab. In diesem Verzeichnis befinden Sie bereits einige Dateien –dabei handelt es sich um die standardmäßig vorhandenen Startseiten nach der Installation des Apache-Webservers. Diese können Sie entweder löschen oder in einen Backup-Ordner verschieben.
Dynamik für die Seiten
Neben statischen Webseiten kommen auch vermehrt dynamische Web-Inhalte zum Einsatz. Selbstverständlich lassen sich diese auch mit Ihrem lokalen Webserver nutzen. CGI-Skripts unter Perl legen Sie unter /srv/www/cgi-bin ab.
Besonders beliebt bei dynamischen Webseiten ist PHP. Die SuSE Linux Web-Edition ist bereits für PHP 4 vorkonfiguriert, so dass Sie Ihre Skripts sofort austesten können. Für detaillierte Informationen über die installierter PHP-Version legen Sie eine PHP-Datei mit folgendem Inhalt an und rufen diese über Apache auf :
php
phpinfo();
?>
Datenbankunterstützung
Kaum ein professioneller Web-Auftritt kommt heute noch ohne Datenbankunterstützung aus. Die SuSE Linux Web-Edition bringt standardmäßig bereits eine installierte MySQL-4-Datenbank mit. Um den Datenbankserver zu starten, geben Sie folgenden Befehl auf der Komandozeile ein :
rcmysql start
Nach dem Starten des Servers sollten Sie zwingend dass root-Passwort des MySQL-Servers setzen. Auch wenn Sie Ihren Webserver nur zu Testzwecken im lokalen Netzwerk betrieben, sollten Sie die Sicherseit nicht vernachlässigen.
Auf Grund des Sicherheits –und Privilegienprinzips von MySQL müssen Sie das entsprechende Passwort gleich doppelt festlegen –einmal für den eingenen Rechner und ein zweites Mal für den Zugriff über das Netzwerk. Um das root-Passwort festzulegen, verwenden Sie das Kommando mysqladmin :
mysqladmin –u root –p password abc123
Der letzte Paramter, in diesem Beispiel abc123, legt das Passwort fest. Dieses sollten Sie auf Ihrem Server natürlich ein wenig einfallsreicher wählen als der Autor dieses Beitrags. Beim Ausführen des Kommandos fragt mysqladmin nach einem Passwort. Dabei handelt es sich um das alte root-Passwort. Bei einer Neuinstallation des Systems ist dieses jedoch noch nicht vergeben, daher geben Sie an dieser Stelle nichts an. Nun legen Sie das Passwort für den Zugriff über das Netzwerk fest. Auch hier verwenden Sie den Befehl mysqladmin :
mysqladmin –u root –h tux2 –p password abc123
Beim Passwort sollten Sie erneut mehr Kreativität als der Redakteur beweisen.
Die hier vorgestellten Einstellungen decken freilich nur die Grundkonfiguration der SuSE Linux Web-Edition ab. Ihren Webserver können Sie nun nach Belieben erweitern, konfigurieren und nach Ihren Gegenbenheiten induviduell anpassen.

0 Comments:
Post a Comment
<< Home